Mitteilung Kanton

Hohe Anschlussquote, viele freie Lehrstellen

Man sieht Schulunterlagen und Zubehör.
Man sieht Schulunterlagen und Zubehör.

Die meisten der im Juli 2026 aus der Volksschule oder Brückenangeboten austretenden Schülerinnen und Schüler haben eine Anschlusslösung gefunden. Das zeigt die aktuelle Befragung der Schulab-gängerinnen und Schulabgänger. Nach wie vor gibt es im Kanton St.Gallen ein grosses Angebot an unbesetzten Lehrstellen.

Wie geht es weiter nach der Schule? Die meisten Schülerinnen und Schüler, die im Juli 2026 die 3. Oberstufe oder ein Brückenangebot verlassen, können diese Frage beantworten. Die aktuelle Erhebung zeigt: 96,6 Prozent der aus der Volksschule austretenden Schülerinnen und Schüler haben eine Anschlusslösung gefunden. Bei den Brückenangeboten sind es 83,1 Prozent.

Das Amt für Berufsbildung führt jährlich mit den öffentlichen Schulen und dem Amt für Daten und Statistik eine Befragung der Schulabgängerinnen und Schulabgänger durch. Am Stichtag 29. Mai 2026 nahmen rund 4'990 Jugendliche aus der 3. Oberstufe – Sekundar-, Real- und Kleinklassen – sowie aus den Brückenangeboten daran teil.

Die meisten Jugendlichen beginnen eine Lehre

Mit 80,8 Prozent wird die Mehrheit der Jugendlichen nach den Sommerferien eine Lehrstelle antreten oder eine weiterführende Schule besuchen. Weitere 12,9 Prozent besuchen ein staatliches Brückenangebot oder haben eine private Lösung gefunden. 4,8 Prozent der Jugendlichen wissen noch nicht, wie es nach den Sommerferien weitergeht. Im Vergleich zum Vorjahr ist diese Zahl um 25 Personen gestiegen. Es gibt dabei Unterschiede bei den Klassentypen. Während in den Sekundarklassen 98,5 Prozent eine Anschlusslösung haben, liegen die Zahlen bei den anderen Klassentypen leicht bis deutlich darunter (Realklassen 94,4 %, Kleinklassen 90,3 %, Brückenangebote 83,1 %).

Die Berufsbildung wird am häufigsten gewählt, ist aber bei den Schülern etwas beliebter. 77,6% von ihnen wählen sie als Anschlusslösung, bei den Schülerinnen sind es 66,2%. Junge Frauen wählen hingegen die weiterführende Schule (11,7%) und Zwischenlösungen (16,3%) häufiger als junge Männer (5,9% bzw. 9,8%).

Viele freie Lehrstellen

Trotz hoher Nachfrage bleibt es für viele Lehrbetriebe schwierig, alle Ausbildungsplätze zu besetzen. Den 241 Jugendlichen ohne Anschlusslösung stehen etwa 1'700 offene Lehrstellen gegenüber. Die offenen Stellen verteilen sich auf eine Vielzahl von Berufen – darunter auch solche, die als beliebt oder anspruchsvoll gelten. Die Jugendlichen ohne Anschlusslösung werden bei der Suche umfassend unterstützt. Erfahrungsgemäss finden etwa zwei Drittel von ihnen noch bis zum Schuljahresende eine Anschlusslösung. Das Amt für Berufsbildung genehmigt Lehrverträge bis zum Semesteranfang der Berufsfachschulen.

«Top 20» der Berufe: Spitzenplätze unverändert

Neu in den «Top 20» der am häufigsten gewählten Berufe vertreten ist der Beruf Landwirt/-in EFZ. Ebenfalls neu in den Top 20 ist der Beruf Gärtner/-in EFZ. Von der Hitliste verschwunden ist dieses Jahr der Beruf Coiffeur/Coiffeuse EFZ sowie Detailhandelsassistent/-in EBA. Die Liste wird nicht allein von den Präferenzen der Jugendlichen, sondern ebenso vom Angebot an Ausbildungsplätzen beeinflusst.

* neu in den Top 20